» Die eigenverantwortliche dogmenfreie Gläubigkeit «

Laienspiritualität 60:
Egal was, wie und wem Sie für Ihre Spiritualität glauben - oder auch nicht -, Sie könnten es in eigener Verantwortung und Überzeugung tun.
Beim teilweisen oder ganzen "In-die-Hand-nehmen" Ihres Glaubens mögen Ihnen meine Abhandlungen und Linkangaben helfen.

"Das war's wohl mit der Abhandlungsserie"
Nachwort zu meinen kirchenkritischen Abhandlungen

Die andere Abhandlungen
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© Rudolf Fiala, 30.9.2011, 10.2011     Besuchszahl: 


Dieser Nachruf betrifft nicht Abhandlungen, die von der Gläubigen Eigenverantwortung
und positiven Gottesempfindungen handeln. Beispielsweise voll aufrecht:
4. Glaubensfreiheit: Bischofsworte, Priesterworte, Denkerworte 18.6.2008, mit Aktualisierungen 2009, 2010


Meine intensiven Laien-Studien der letzten Jahre bewiesen mir die Absurdität, einem unerkennbaren,
unerklärbaren Gott kirchengenehme Eigenschaften und Handlungsweisen zuzuschreiben.
Einem Gott, dessen Körperlichkeit mit ziemlicher Wahrscheinlichkeit nur Wunschdenken ist.
Einem Gott, der guten und bösen Unterstellungen, daraus resultierenden Dogmen, Ritualen,
Kriegen und Geld-/Macht-Vermehrungsmethoden weder zustimmt noch widerspricht!
Siehe auch "Schreckgespenst Gott".
Die "philosphische" Macht des religiösen Kunstsprechs - und der Kunstwelt "Religion" schlechthin - schwindet immer mehr.
Kein Grund mehr für eine kirchlich spirituelle Faszination. Siehe auch die vielen Kirchenaustritte "unfaszinierter" Menschen.
 
D
ie derzeitig immer mehr feststellbare professionelle Fundamentalisierung, samt Intensivierung von
Traditionalismus und evangelikalem Biblizismus machen meine weiteren Bemühungen zu Sinnlosigkeiten.
Die Funktionalisierung und Reglementierung von Menschen, denkenden(!) Menschen nimmt leider zu!
Ekklesialer ritualisierter geldbringender Glaube und innere Gläubigkeit sind eben selten vereinbar.
Auch wenn bei wenigen Kirchenverpflichteten manchmal kurzzeitig ein Licht der geistigen Freiheit aufblitzt.
Deren spätere Rückflucht in den geldbringenden Mutterschoß der Kirche(n) ist unvermeidlich.
Apropos geldbringend: Sogar das Ablass-Unwesen scheint fröhliche Urständ zu feiern ("Wehtuende Geldspende
bei Zölibatsverstoß", Vorschlag Bischof Kapellari siehe "Standard").

D
och jene Mutigen, die den evangelischen - nicht den lutherischen! - Freiheitsbegriff systematisch pflegen,
brauchen ohnedies keine (weiteren? ;-)) Anregungen von mir.
Die erreichte Qualität, bewiesen durch erstaunliche Ereignisse - wie beispielsweise im TV/ORF Eins
"Was ich glaube" am 25.9.2011 als Bekenntnis zum Panentheismus (Gott ist in Allem)
bezw. religionsüberschreitenden Anthropo-Entheismus (Gott ist im Menschen) hörbar -
kann mit zusätzlichen Werken von mir nicht noch mehr verbessert werden.
Die vielen intelligenten und ethisch hochstehenden Kirchenleiter bedürfen ohnedies keinerlei Gläubigkeitshilfe.

Ob wirklich Gottes-gläubig oder "nur" charismatische(r) PfarrerIn
ist in der Wirkung letztendlich völlig egal. Freude, positive Lebenswerte, Lebenshilfe
- und nicht dogmatische Leidüberhöhung und Drohung - sind die Protestantischen Werte.

"Einheit durch Liebe" (Benedikt XVI.)- welche "Liebe"?! - als kaum erreichbares Ziel,
"Liebe zum Menschen durch Einheit" - also bedingt - ist schon eher wirklichkeitsnäher.

Seltsamerweise ist meine Kreativität und Freude am Verfassen kritischer
Abhandlungen wie weggeblasen. Blockiert von dem, der mir vorher diese
Kreativität geschenkt hatte? Will ER mich vor etwas bewahren? Wer weiß ...
Das begnadete Glück des intellektuellen Schaffens-Flows verpufft im Nebel der klerikalen Trivialitäten.

Blockiert, da aus den klerikalen Bereichen die "Spirituelle Einheit durch Liebe" fehlt? Leider auch.
An den Grundfesten der Einkommensquelle für die Kirchenprofis zu kratzen - und das noch
logisch nicht widerlegbar - kann ja nur Missfallen an mir hervorrufen; trotz "Vergebender Liebe".
Und Empörung nach mitleidiger Selbsterkenntnis der "professionellen" Lebenssituation. Schlimm ...
Das berühmte Pauluswort über die Liebe - so gerne zitiert bei Hochzeiten - erweist sich als Traumbild
im klerikalen Leben. Ja, als widerspruchsloses Kirchenschaf kann man ohne weiteres ein geschätztes
Mitglied der Bussi-Bussi-Gesellschaft sein; aber als unbequemer, bestenfalls teilweise widerlegbarer Denker
passt man einfach nicht mehr in den selbstgebauten Paradiesgarten des klerikalen Elfenbeinturmes.
Trotz der hochgelobten protestantischen Freiheit samt Ablehnung von Dogmen, Glaubensvorgaben
und ethischen menschengeschaffenen, somit nicht objektiven Zwangsnormen (Prof. Körtner im Radio 10.2011!)
Aber: das ist freilich alles hoch moralisch - kirchenmoralisch und eben gruppengeschaffen.
Von Gruppen, die sich für Eliten halten und sich dementsprechend gebärden. Und ihren Erfolg damit haben
unter bewusster Ausnutzung der Unwissenheit der Untergeordneten, ja sich selbst Unterordnenden.
Denen man letztendlich alles, definitiv alles "verkaufen" kann.
  
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Kohelet 2:
22Denn was bekommt der Mensch von all seiner Arbeit und dem Streben seines Herzens, mit der er sich abmüht unter der Sonne?
23Denn alle seine Tage sind Leiden und Ärger ist seine Beschäftigung, auch bei Nacht ruht sein Herz nicht, auch das ist Hauch.
24Nichts ist besser für den einen Menschen als dass er isst und trinkt und seine Seele Gutes sehen lässt bei seiner Arbeit. Auch dies sah ich, dass es aus der Hand Gottes kommt.

»Die Würfel sind gefallen«; für mein in Zukunft sicher zufriedeneres Teilbereichs-Leben
durch bewusste Vermeidung von eigentlich irrelevanten ekklesiologischen Konfliktsituationen.
Auch wenn es mir am Gleichmut synchronisierter Kirchenschafe immer fehlen wird.
Keine Trauer mehr über die offensichtlichen Diskrepanzen zwischen manchem theologischen
Theorie-Schönsprech und dem zeitweise tatsächlich erkennbaren Verhalten der PredigerInnen.
Zwar keine "kirchen-belämmerte" Trauer mehr, aber nach wie vor ein intensives Bedauern.
Beispielsweise über ein merkbar ängstliches Vermeidungsverhalten erwachsener Menschen.

Ich sei hier emotional nicht neutral, also unwissenschaftlich? Stimmt!
Leidenschaftliche Voreingenommenheit ist eine Form der Herzensbildung.
Herzensbildung ist (fast) immer wissenschaftlich nicht begründbar.
Aber gerade darin ist ihr besonderer Wert verankert. Visionen gegen die kalte Realität.
Und Nichtakzeptanz des Entsetzens über die menschheitsgefährdenden  Realitäten.
Zu denen das kirchliche Christentum sehr viel, viel zu viel beigetragen hat.
Samt unzählbaren Glaubenskrieg- und Missions-Toten durch fast 2000 Jahre.

Der sich anbahnende Selbstmord der industriellen Menschheit und Weiterführung des Mordes
an vielen Geschöpfen des Planeten Erde - gefördert durch das Gedankengut der unbeschränkten
Vermehrung im röm. kath. Verbot der systematischen Empfängnisverhütung - ist auch eine Folge
von "Elitären Philosophien"und deren obsoleten Zielen samt unethischen Methoden. Der Karren steckt
derartige im Dreck, dass Kritik an kirchlichen "Feinheiten" quasi Spielen in einem ohnedies in Bälde
durch den Meeresanstieg absaufenden Sandkasten samt der darin Spielenden gleichkommt.
Siehe auch "Karfreitag 2009" und "Gläubig, daher verrückt?"
Und dabei ist nicht einmal ansatzweise geklärt, was mit den in Meeres- oder Flußnähe liegenden
radioaktiv verseuchten(!) Atomkraftwerken bei dem zu erwartenden Meeres- und somit Grundwasserspiegel-
Anstieg samt Flüsse-Rückstau(!) geschehen soll. Potentielle "Infektionsquellen" für das gesamte Leben des Planeten.

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Ob meine "Würfel sind gefallen"-Absicht allerdings meinem geistigen Anspruchsniveau und meiner
morgendlichen kreativen Schlaflosigkeit samt präseniler Bettflucht entsprechen wird, ist offen ...
Dass sich Prioritäten-Rangfolgen auch mal sehr änderen, dürfte den Normalfall darstellen.
Starrheit wäre bei Modernisierung des Wissensstandes schlicht Dummheit, nicht wahr?
Als Großvater unschuldiger Enkel hoffe ich wegen der offensichtlich unabwendbaren Umweltproblematik
auf den "Mechanismus der Verdrängung", um wieder besser weiter ohne Medikamente schlafen zu können.
 
Hoffnungslose Resignation bezüglich meiner Website samt "Inspirationsabschaltung"?
Nicht unbedingt, denn wer weiß schon, was die nahe Zukunft an Abhandelbarem dank
diverser kontraversiellen Themen und Wortmeldungen bringt.
Ob das dann allerdings Abhandlungen auf Basis von "Eigenverantwortlicher Gläubigkeit"
und "Protestantischer Freiheit" wert sein wird, wird sich (vielleicht?) auch erst weisen.
Die derzeitige Aufbruchstimmung "Alles auf dem Weg ..." lässt Einiges erhoffen.
Siehe beispielsweise Beginnt das Licht  der Neuen Reformation endlich stärker zu leuchten? 3.11.2010

Hoffnung: "Alles ist irgendwann möglich!" - Wie dieses 5-blättrige Kleeblatt


  Klee

(Dieser und weitere Funde: klee%205blatt..html)

Aber: Keine Aufbruch-Hoffnung am römischen Weg für die Protestanten, wie die Papstworte in Deutschland zeigen.

Andererseits vom Papst in Freiburg 25.9.2011: Er warnt vor „kirchlichen Routiniers“, die in der Kirche nur noch den Apparat sähen, ohne vom Glauben berührt zu sein. Und fügt hinzu: „Agnostiker, die von der Frage nach Gott umgetrieben werden; Menschen, die unter ihrer Sünde leiden und Sehnsucht nach dem reinen Herzen haben“, seien näher am Reich Gottes als jene kirchlichen Routiniers. Die Erneuerung der Kirche ist für den Papst nun einmal nicht möglich ohne „die Bereitschaft zur Umkehr und einen erneuerten Glauben“. Quelle FAZ

Weiters die Papst-Rede im Konzerthaus Freiburg »hier Es ist allerdings zu befürchten, dass diese Seite ehebaldigst wegen Unvereinbarkeit gelöscht werden wird.

Hier haben auch die vielzitierten Gedanken des Papstes über die Strukturen der Kirche ihren Platz: Einerseits die Würdigung des Einsatzes der vielen Christen etwa für die Caritas, andererseits die Mahnung, dass die letztlich auf Privilegien aufbauende Struktur nicht der Daseinszweck der Kirche ist und werden darf. Quelle: radiovatikan.de
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Der Theologe Karl Barth in seinem berühmten Paragraph 17 von KD I/2 (1937) der Religionskritik an der fast 2000-jährigen Fehlentwicklung des Christentums, die im Versagen gegenüber der Hitlerdiktatur unübersehbar wurde:
"Religion ist Unglaube"

Auf die Spitze getrieben stellt sich die Frage, ob bei der "Erschaffung und Pflege der Religion" überhaupt ethisch hochwertige Kräfte am Werk waren/sind, oder eher quasi "satanische" Geisteskräfte - mit in Machtausübung an minderbemittelten Abhängigen Geübten - als gegeben angenommen werden könn(t)en... Sie finden das absurd? Dann schauen Sie sich doch die Ereignisse in 5000 Jahren mosaischer/christlicher Religionen an!
Sehen Sie da vieles ethisch Hochwertiges, quasi Göttliches? Oder doch nicht eher viel quasi Teuflisches; nicht wahr?  
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Markus 12, 38-40
:
38 Und er lehrte sie und sprach zu ihnen: Sehet euch vor vor den Schriftgelehrten, die in langen Kleidern gehen und lassen sich gern auf dem Markte grüßen 39 und sitzen gern obenan in den Schulen und über Tisch beim Gastmahl; 40 sie fressen der Witwen Häuser und wenden langes Gebet vor. Diese werden desto mehr Verdammnis empfangen.

Haben Sie diese Zeilen schon einmal im Gottesdienst zitiert gehört? Manipulation durch Bibeltext-Seletion ...

Oder wie oft haben Sie schon Mt 23. 1-12 gehört?

In jener Zeit wandte sich Jesus an das Volk und an seine Jünger und sprach: Die Schriftgelehrten und die Pharisäer haben sich auf den Stuhl des Mose gesetzt. Tut und befolgt also alles, was sie euch sagen, aber richtet euch nicht nach dem, was sie tun; denn sie reden nur, tun selbst aber nicht, was sie sagen. Sie schnüren schwere Lasten zusammen und legen sie den Menschen auf die Schultern, wollen selber aber keinen Finger rühren, um die Lasten zu tragen. Alles, was sie tun, tun sie nur, damit die Menschen es sehen: Sie machen ihre Gebetsriemen breit und die Quasten an ihren Gewändern lang, bei jedem Festmahl möchten sie den Ehrenplatz und in der Synagoge die vordersten Sitze haben, und auf den Straßen und Plätzen lassen sie sich gern grüßen und von den Leuten Rabbi - Meister - nennen. Ihr aber sollt euch nicht Rabbi nennen lassen; denn nur einer ist euer Meister, ihr alle aber seid Brüder. Auch sollt ihr niemand auf Erden euren Vater nennen; denn nur einer ist euer Vater, der im Himmel. Auch sollt ihr euch nicht Lehrer nennen lassen; denn nur einer ist euer Lehrer, Christus. Der Größte von euch soll euer Diener sein. Denn wer sich selbst erhöht, wird erniedrigt, und wer sich selbst erniedrigt, wird erhöht werden.

Eine passende, hoch interessante modernisierende Predigt dazu »hier«
Der Anfang:
"Stellen wir uns einmal vor, die Rede Jesu aus dem Matthäusevangelium würde heute in unserer Kirche gehalten. Sie müsste dann etwa lauten: 'Die Pfarrer, die Religionslehrer und die Theologen verkünden das Wort Gottes und beanspruchen seine Autorität. Handelt danach, aber nach ihrem Verhalten richtet euch nicht! Denn was sie aus Gottes Wort machen, sind schwere Lasten für euch. Sie selbst kümmern sich jedoch nicht darum. Was sie tun, tun sie ja doch nur aus Scheinheiligkeit - und sie spielen sich in der Kirche, in Gesellschaft und Öffentlichkeit auf, wo sie sich nur zu gern beweihräuchern lassen.'"
Etc. Lesen sie weiter und lassen Sie sich überraschen!

Und ebenfalls hier treffend passend Stéphane Hessel - Diplomat und Schriftsteller, Büchlein "Empöret Euch" - im ORF-Interview Oktober 2011:
»Die Würde aller Menschen ist gleich«, »Pflicht zum Widerstand« und »Es ist gut, frech zu sein«
Wozu anzumerken ist, dass die Verfassung der Reformierten Kirche H.B. in Österreich diesen Forderungen tatsächlich entspricht!
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Wichtige Informationsquellen:


Jesus und Luthertum

Paulus verfälscht die Lehre von Jesus

Martin Luther im Widerspruch zu Jesus

Absurditäten im veralteten Augsburger Glaubensbekenntnis, erst heute 1.10.2011 entdeckt

Prädestinationslehre: Nie wurde ein grausamerer Gott erfunden
, erst heute 1.10.2011 entdeckt

Ähnlich von mir: 22.6.2011: Absurder Calvin ohne den obigen Artikel gekannt zu haben


Durch eine Anregung beim Gottesdienst der Reformierten Stadtkirche in Wien 1. meine ich, dass das folgende Bild hier im Text sehr gut dazupasst:
Zwar nicht unbedingt zu den obigen Fremdlinks, aber sicher zu meinen Abhandlungen der Gruppen
T1: Gottessuche und Wege; T2: Freude, Zuversicht und Inspiration
; teilweise auch für TI:  Befreite Lebensfreude

Spuren im Sand


Rudolf Fiala
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